Im Herzen des Waldviertels entsprungen hat der Kamp auf seinem Weg zur Donau in das von Granit- und Gneisböden dominierte Hochland der böhmischen Platte ein zum Teil schluchtenartiges Tal gegraben – das Kamptal. Am Unterlauf aber verändert sich der Fluss elementar. Er verliert seinen wilden Charakter, wird disziplinierter und fließt ruhig seiner Mündung in die Donau entgegen. Und mit dem Kamp verwandelt sich auch die Landschaft. Das Tal wird allmählich breiter und verzweigter, die Hügellandschaft weicht dem Flachland, der Wald dem Wein.

Der Kamp auf seinem Weg zur Donau

Warm und kühl – das ideale Klima!

Genau hier befindet sich das Weinbaugebiet Kamptal. Schon allein vom Klima her eine ideale Lage: Das trocken-heiße pannonische Klima, das durch das Donautal vom Osten einfließen kann, mischt sich hier mit den rau-kühlen Lüften des nordwestlichen Waldviertels. Typisch für das rund 200 bis 300 Meter hoch gelegene Tal sind heiße Tage und kühle Nächte im Sommer sowie lange sonnige Herbstperioden – perfekte Bedingungen für den Wein.

Morgenstimmung im Kamptal

Der vielfältige Untergrund

Voller Vielfalt präsentieren sich im Kamptal die für den Weinbau so wichtigen Böden. Da ist zum einen der „Gföhler Gneis“, das Urgestein. Aus diesem Stein sind die Hügel des Kamptals gemacht. Darüber lagert Braunerde. Zum Teil meterdick, zum Teil lediglich 20 Zentimeter hoch. Da ist zum anderen der Löss – Flugstaub, der in der Eiszeit ins Kamptal geweht wurde und sich hier zum fruchtbaren Boden verdichtet hat. Und schließlich die Lehmböden, die sich direkt an den Ufern des Kamp gebildet haben.

Lössboden im Kamptal

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